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SmartRegion Pellworm 2.0 – Ergebnisse mit Entwicklungspotential

In der ersten Projektphase wurde das System der SmartRegion Pellworm konzipiert und technisch erfolgreich umgesetzt. Parallel zum erfolgreichen technischen Betrieb wurden wesentliche Ergebnisse zur Betriebsführung, Ökobilanz und Übertragbarkeit auf andere Regionen sowie wichtige Erkenntnisse zu einer theoretisch möglichen Wirtschaftlichkeit gewonnen.

Das Folgeprojekt SmartRegion Pellworm 2.0  beschränkt sich daher nicht mehr auf die Erzeugung und den Verbrauch auf der Insel Pellworm, sondern richtet den Blick auf das Festland und eine wirtschaftlich erfolgreiche Anbindung der Speicher an den Energiemarkt Deutschland.

Die HanseWerk AG wird hierzu eines der vier getesteten Geschäftsmodelle konsequent in den Regelbetrieb überführen und die Vermarktung der Speicher vorantreiben. Hierbei setzt sie auf die Redox-Flow- und Lithium-Ionen-Großbatterien als Schlüsseltechnologie.

Das Großspeichersystem wird zukünftig genutzt, um sogenannte Regelleistung bereitzustellen. Damit können kurzfristige Schwankungen am Strommarkt ausgeglichen und die technisch nötige Frequenz im Stromnetz gehalten werden - was als wesentliche Herausforderung der Energiewende gilt. Zur Umsetzung werden die Großspeicher in das virtuelle Kraftwerk von HanseWerk Natur eingebunden, in dem bereits heute 70 Blockheizkraftwerke zusammengeschaltet wurden.

Die Erfahrungen, die die HanseWerk-Gruppe bisher mit dem Projekt SmartRegion Pellworm gewonnen hat, werden ebenso wie die zukünftigen Erfahrungen zur Speicherkapazitäts-Vermarktung in das Schaufensterprojekt „Norddeutsche EnergieWende 4.0“ (NEW 4.0) einfließen. NEW 4.0 ist eine vom BMWi geförderte Projektinitiative der Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg mit dem Ziel, Lösungen für eine 100-prozentige Versorgung des Nordens aus erneuerbarer Energie im Jahr 2035 zu erarbeiten.